Ungewöhnliche Sichtweisen der gewohnten Umgebung

Manfred Funcke und der Verkehrsverein stellen zum Nikolausmarkt den Bildband „Hövelhof. Historisch und modern“ vor.

Manfred Funcke ist ein guter Beobachter. Wenn er in der Sennegemeinde unterwegs ist, sieht man den 62-Jährigen selten ohne Kamera, denn die Fotografie mit allen Facetten lässt den gelernten Mediengestalter nicht mehr los. Stets ist er auf der Suche nach neuen Perspektiven und interessanten Motiven. Mit seiner oft ungewöhnlichen Sichtweise sorgt er dafür, dass auch kleine, unscheinbare Dinge, an denen viele Menschen täglich achtlos vorbeigehen, plötzlich zu Hinguckern werden. „So habe ich das noch nie gesehen“, hört er dann oft anerkennend.

Seit 1987 wohnt Manfred Funcke in Hövelhof. Damals schon griff er bereits regelmäßig zur Kamera. Immer wieder durchstreifte er seine neue Heimat und hielt sie im Bild fest - egal ob Menschen, Gebäude, Natur, Feste, Vereine oder Kulturelles. So wurde er über die Jahre zu einem Bildchronisten des Hövelhofer Lebens in seiner ganzen Vielschichtigkeit.

2010 wurde der Verkehrsverein auf Manfred Funcke und sein Schaffen aufmerksam. Er wurde Mitglied und vertritt heute ehrenamtlich den Bereich Fotografie im Beirat des Vorstandes. Viele Publikationen des Verkehrsvereins konnten so umfassend bebildert werden. 2011 folgte dann der erste Hövelhof-Kalender mit Motiven aus der Gemeinde, dem inzwischen weitere Ausgaben folgten. „Hövelhof hat mehr zu bieten als 12 Kalenderblätter“, dachte sich Funcke, und so reifte über die Jahre sein Wunsch, seine Sicht auf die Sennegemeinde in einem Bildband zu präsentieren. „So ein Band entsteht über Jahre, denn Hövelhof entwickelt sich stetig weiter“, berichtet der Autor.

Inzwischen ist das Werk des „Hövelhof-Fotografen“, das in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Hövelhof entstand, bis auf letzte Korrekturen komplett. Auf 160 Seiten präsentiert sich Hövelhof „Historisch und Modern“ im Format 29 mal 23 Zentimeter. Hergestellt wird das Buch im Paderborner Bonifatius-Verlag. Mit von der Partie waren bei der inhaltlichen Konzepterstellung und Bildberatung Angelika Schäfer, Geschäftsführerin des Verkehrsvereins, und Thomas Westhof, Leiter der Stabsstelle Wirtschaft und Marketing der Sennegemeinde Hövelhof. Zum Nikolausmarkt wird der Bildband erstmalig in der Tourist-Information erhältlich sein. Ebenfalls zu diesem Datum kommt auch der Hövelhof-Kalender für 2022 auf den Markt.

Ausgehend von der Ortsmitte im Schlossgarten stellt Funcke in seinem Bildband die Sennegemeinde mit ihren ortsbildprägenden Gebäuden bis in die Randbereiche vor. Weitere Kapitel widmen sich der Kultur, Wirtschaft und Bildung sowie der Natur. Ob die Geha-Lok am Kranhaken oder der Schützenadler im Kugelfang - Funcke überrascht mit bislang nie gezeigten Motiven. „Allein die Naturfotos könnten ein eigenes Buch füllen“, ist der Fotograf überzeugt. Ein Teil der Fotos ist gezielt für das Buch entstanden, andere Fotos sind seinem großen Fundus an Fotografien entnommen.

Gleichwohl wissen auch Manfred Funcke und der Verkehrsverein, dass manche Motive, etwa das Feuerwehrgerätehaus, in einem Jahr bereits Geschichte sein werden. Kurze erklärende Texte helfen beim Einordnen, doch der optische Eindruck steht immer im Vordergrund. Funcke will mit seinem Bildband die Betrachter gewinnen, sich mit den großen und kleinen Dingen in der Sennegemeinde auseinanderzusetzen. Der Leser soll animiert werden, sich Hövelhof einmal genauer anzusehen...


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer nah dran: Manfred Funcke richtet seine Optik auf das Bronzemodell des Hövelhofer Schlossgartens.