Nikolausmarkt-Idee trotzt dem heimtückischen Virus

Was nützt das schönste Ambiente in der Sennegemeinde mit der historischen Kulisse des Jagdschlosses mit seinen prächtig restaurierten Fachwerkgebäuden, wenn ein kleines, aber gefährliches Virus das öffentliche Leben auf Sparflamme hält. Nach der Absage des Nikolausmarktes im Oktober hatte der Verkehrsverein einen Plan B in Arbeit, um wenigstens einige Elemente des traditionellen Festes am zweiten Adventswochenende retten zu können, doch dann kamen weitere Einschnitte, die dann auch zur Absage des Nikolaus-Dampfzuges und der Taizé-Lichternacht führten, so dass der Verkehrsverein inzwischen bei Plan C angekommen ist, um den Hövelhofern, natürlich immer vorbehaltlich der weiteren Pandemie-Entwicklung, wenigstens ein Stück weit Optimismus und Vorfreude im Advent bieten zu können.

750 Nikolausmarkt-Tüten bringen den Nikolausmarkt nach Hause

Nach dem Erfolg der Hövelmarkt-Tüten packt der Verkehrsverein auch zum Nikolausmarkt in diesem Jahr viele hundert Nikolausmarkt-Tüten, mit denen sich die Hövelhofer ein Stück des Markttreibens in die eigenen vier Wände holen können. Darin befinden sich viele Spezialitäten und Leckereien, die in den Vorjahren an den Ständen im Schlossgarten zu den Favoriten der Besucher zählten. „So bleibt der Nikolausmarkt auch ein Stück weit in den Köpfen präsent“, freut sich Verkehrsvereins-Vorsitzender Hubert Böddeker.

In den 750 Tüten finden sich eine Flasche Glühwein mit der passenden Hövelhof-Glühwein-Tasse mit Nikolausmarkt-Motiv. Dazu gesellt sich eine Currywurst im Glas vom Cateringbetrieb Schmitz und Fecke. Natürlich gehören zum Nikolausmarkt auch heißer Kakao und frische Waffeln. Die passende Menge Kakaopulver haben die Messdiener portionsweise abgefüllt und in Tüten verpackt. Für eine Waffel der Kolpingsfamilie ist ein Gutschein enthalten. Zu bekommen sind die Waffeln frisch am Sonntag, 6. Dezember, unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln in der Zeit von 11 bis 17 Uhr vor dem Kolping-Geschäft „Brot und Mehr“ auf dem Hövelmarkt. Besucher müssen beachten, dass ein Vor-Ort-Verzehr in jedem Fall ausgeschlossen ist.

In den Nikolausmarkt-Tüten findet sich ferner eine Flasche Almdudler-Limonade aus der beliebten Elch-Bar für die Kinder. Ferner werden ein Schoko-Nikolaus vom Bonifatius-Werk, ein Pixi-Buch über den Nikolaus sowie weitere kleine Überraschungen zum Nikolaus ihren Weg in die Tüte finden. Ebenfalls eingepackt wird eine Broschüre zur Geschichte von Jagdschlossensemble und Schlossgarten. Passend zum nahen Fest findet sich in der Tüte auch ein Weihnachtskarten-Set mit vier Hövelhofer Motiven und den passenden Umschlägen. Der Imkerverein Hövelhof fertigt pro Tasche eine handgemachte Bienenwachskerze für eine stimmungsvolle Beleuchtung an. Wer möchte, kann auf Wunsch auch noch zusätzlich eine Flasche Kinderpunsch zu einem Sonderpreis ordern.

Die Nikolausmarkt-Tüten kosten pro Stück 17 Euro. Enthalten ist im Kaufpreis laut den Organisatoren pro Tüte eine freiwillige Spende von 2 Euro. Die ist für die neue karitative Aktion „Tat.Ort.Nikolaus“ bestimmt, die der Verkehrsverein Hövelhof in Zusammenarbeit mit dem Bonifatiuswerk deutscher Katholiken in diesem Jahr anbietet. Der Erlös ist in diesem Jahr für das Fahrrad-Rikscha-Projekt im Altenzentrum „Haus Bredemeier“ bestimmt.

Die Nikolausmarkt-Tüten können ab sofort in der Geschäftsstelle des Verkehrsvereins in der Tourist-Information unter Tel. (0 52 57) 50 09-8 60 oder per E-Mail an vorbestellt werden. Die Ausgabe der vorbestellten Tüten erfolgt am Donnerstag, 3. Dezember von 9 bis 18 Uhr unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln an der Kulturscheune.

Nikolausfigur zieht ganzjährig in den Schlossgarten

Ein weiteres optisches Highlight ist die lebensgroße Nikolausfigur aus Zirbenholz aus der Werkstatt des Zillertaler Schnitzers Manuel Oblasser, die bereits zum Nikolausmarkt 2019 vorgestellt wurde. Die rund 200 Kilogramm schwere Statue wurde durch eine Spenderinitiative um den Initiatoren Reinhold Brunnert beschafft.

Schnell kam nach der Präsentation der Figur die Idee auf, die Nikolausfigur als neues Wahrzeichen des Nikolausmarktes ganzjährig im Schlossgarten zu präsentieren. Dafür wurde im laufenden Jahr ein Wetter- und Witterungsschutz aus Glas angeschafft. Finanziert wurde der Schutzkasten zur Hälfte aus dem Verfügungsfonds „Ortskernkonzept 2020“ und zur anderen Hälfte durch Spenden von Anneliese, Reinhold und Dominik Brunnert, Hubert Hüwelhans, der   Katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk, Gabi und Jürgen Lienen, David Merschjohann, Adrian Röhrich und Thomas Westhof.

Aufgestellt wird die Holzfigur im neuen Domizil am Freitag, 4. Dezember, im kleinen Kreis der Spender und des Verkehrsvereinsvorstandes unter Beachtung der geltenden Corona-Beschränkungen. Ab 18 Uhr, der normalen Startzeit des Nikolausmarktes, können auch die Hövelhofer den neuen Blickpunkt neben dem alten Küsterhaus in Augenschein nehmen.

Angelika Schäfer, langjährige Geschäftsführerin des Verkehrsvereins regt an, in der Adventszeit doch einen Besuch im Schlossgarten bei einem Einkaufsbummel durch die adventlich geschmückten Straßen der Sennegemeinde zu verbinden. „Ausgestattet mit der BonusCard lässt sich beim Heimat Shoppen manch Schnäppchen machen. Gleichzeitig wird auf diese Weise der stationäre Handel unterstützt“, fügt sie hinzu.

Verkehrsverein und Bonifatiuswerk starten Projekt zugunsten des Altenzentrums

Der Bischof Nikolaus von Myra, auf den der Nikolaustag zurückgeht, war immer dort zu treffen, wo tätige Hilfe gebraucht wurde. Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Respekt gehören zu seinem „Täterprofil“. Kurz gesagt – der Nikolaus ist zeitlos und ein Beispiel respektvollen Handelns sowie selbstloser Nächstenliebe.

Bereits seit 18 Jahren setzt sich das Bonifatiuswerk deutscher Katholiken mit seiner Aktion der „weihnachtsmannfreien Zone“ dafür ein, den Nikolaus als Freund der Kinder und Helfer von Menschen in Not wieder mehr ins Bewusstsein der Gesellschaft zu bringen. Weitere Infos dazu finden sich auch unter www.weihnachtsmannfreie-zone.de.

Deshalb wird diese Aktion seit 2009 vom Verkehrsverein Hövelhof aktiv unterstützt. „Bereits ein Jahr später wurde der damalige Weihnachtsmarkt folgerichtig auch offiziell umbenannt in Nikolausmarkt“, so Marketingchef und Verkehrsvereins-Vorstandsmitglied Thomas Westhof.

Der Verkehrsverein Hövelhof und die Katholische Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk nehmen die dauerhafte Aufstellung der Nikolausfigur zum Anlass, den Worten Taten folgen zu lassen. Gemeinsam schließen sie sich der Aktion „Tat.Ort.Nikolaus“ an, die dazu ermuntern soll, selbst aktiv zu werden und gute Taten zu vollbringen. Künftig sollen jährlich zum Nikolausmarkt Aktionen starten. Erstes gemeinsames Projekt ist das Fahrrad-Rikscha-Projekt zugunsten des Caritas-Altenzentrums Haus Bredemeier.

Mit Hilfe einer elektrisch unterstützten Fahrrad-Rikscha sollen Bewohner, die sonst auf den Rollstuhl angewiesen sind, mit erweiterter Mobilität ein neues Stück Lebensqualität erfahren, berichtet Gemeindereferent Bertold Filthaut von der Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk. Gemeinsam mit einem Fahrer können sie auch Orte wie die Emsquellen oder Espeln erreichen. Oder sie können in der Rikscha die Hövelhofer Kirchentour erradeln. Durch den Einsatz der Rikscha hofft Filthaut auch einen neuen Pool an ehrenamtlichen Mitarbeitern erschließen zu können, „die auf diese Weise eine sportliche Betätigung mit einer sinnstiftenden Tätigkeit kombinieren wollen“. Die „Zwei-Euro-Spende“, um die der Verkehrsverein bei der Nikolausmarkt-Tüten-Aktion bittet, kommt dem Rikscha-Projekt zugute, so dass das Spendenaufkommen in der Gemeinde bleibt und die Hövelhofer mit ihrer kleinen Gabe Großes tun können für die Bewohner des Altenzentrums.

Nikolausmarkt-Messe wird live gestreamt

Am Samstag, 5. Dezember, beginnt in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk die traditionelle „Nikolausmarkt-Messe“ mit Pastor Guido Potthoff. Aufgrund der Corona-Beschränkungen ist die Teilnehmerzahl auf 84 Personen begrenzt, die die geltenden Abstands- und Hygieneregeln beachten müssen und deren Kontaktdaten ebenfalls erfasst werden. Um einem größeren Personenkreis die Möglichkeit zu geben, die Messe virtuell zu erleben, wird sie ausnahmsweise per Live-Stream übertragen. Die Zugangsmöglichkeit findet sich auf der Homepage des Pastoralverbundes unter www.pv-delbrueck-hoevelhof.de.

Susal lädt mit ihren Eltern zum virtuellen Adventskonzert in die Pfarrkirche

Leider ganz ohne Zuschauer muss ein musikalischer Hochgenuss der besonderen Art auskommen. An diesem Abend wird Susal, bekannt vom Hövelmarkt als Partyhexe und langjährige Frontfrau der früheren Isartaler Hexen, in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk ein Stubenkonzert geben, das ebenfalls per Live-Stream übertragen wird. Die Zugangsmöglichkeit steht rechtzeitig auf dieser Webseite in Form eines Links bereit. Susal, das Madl aus dem Bayerischen Wald, ist längst zu einer Freundin der Sennegemeinde geworden.

„In der Kirche wird sie diesmal statt rockiger Partymusik mit ihrer Familie Lieder über diese ganz besondere Zeit im Jahr singen“, verspricht Hövelhofs Marketingchef Thomas Westhof. Mit ihren Eltern Waltraud und Alfred Franz wird Susal, bürgerlich heißt sie Susanne, traditionelle Weisen aus dem Lamer Winkel in der Oberpfalz, wo Familie Franz zu Hause ist, und stimmungsvolle Eigenkompositionen anstimmen, die den Zuschauern und Zuhörern die Bergkirchlein und die winterliche Landschaft um den Berg Osser nahebringen werden.

Bei allen Planungen müssen natürlich immer die Corona-Entwicklungen beachtet werden. Der Verkehrsverein wird auch weiterhin über eventuell corona-bedingte erforderliche Anpassungen im Zusammenhang mit den geplanten Aktionen auf dieser Webseite informieren.