Nikolausmarkt 2020 abgesagt

Verkehrsverein verzichtet schweren Herzens auf den traditionellen Nikolausmarkt

Lichterschein, Glühweinduft, gebrannte Mandeln, ein deftiges Stück vom Grill, der süße Klang von Advents- und Weihnachtsliedern und die einzigartige Atmosphäre - auf all das, was in den vergangenen Jahren den Nikolausmarkt in der Sennegemeinde Hövelhof im Schlosspark ausmachte, müssen die Bewohner und ihre Gäste aus nah und fern in diesem Jahr leider verzichten. Schweren Herzens hat sich der Verkehrsverein Hövelhof nach mehreren intensiven Beratungen dazu entschließen müssen, den traditionellen Markt in diesem Jahr am ersten Dezemberwochenende abzusagen.

„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber bei Beachtung aller Auflagen in der Corona-Pandemie wäre nur noch ein trauriger Abklatsch vom Nikolausmarkt übriggeblieben“, begründet Vorsitzender Hubert Böddeker die Entscheidung. „Wir haben in den vergangenen Wochen viele Möglichkeiten durchgespielt, doch keine wäre auch nur annähernd den gelungenen Veranstaltungen vergangener Jahre nahegekommen“, ergänzt Angelika Schäfer, Geschäftsführerin des Verkehrsvereins.

Zudem stehen Aufwand und Erfolg bei einer nur dreitägigen Veranstaltung natürlich in einem ungünstigeren Verhältnis als bei einem Weihnachtsmarkt, der in der gesamten Adventszeit geöffnet ist.

Zu den Alternativen, die der Vorstand erwogen und geprüft hatte, gehörten eine weiträumigere Aufstellung der Holzhütten im Schlosspark, eine Einzäunung des Festgeländes, Verzicht auf den Besuch des Nikolaus für die Familien mit Kindern und eine rigide Einlasskontrolle. Auch auf die beliebte Muh- und Elchbar sowie den anderen Glühweinständen der Vereine hätte man verzichten müssen. Für den Verkehrsverein steht fest, dass Alkohol und Coronavirus einfach nicht zusammenpassen. Unter diesen Gesamtumständen den Nikolausmarkt auszurichten, betrachtet der teilweise ehrenamtlich wirkende Vorstand des Verkehrsvereins als unkalkulierbares Risiko.

Die Absage zu einem verhältnismäßig frühen Zeitpunkt dient der Planungssicherheit. „Eine kurzfristige Absage, weil die Infektionszahlen plötzlich vehement steigen, käme weder bei den Ausrichtern noch den Besuchern gut an“, betont Böddeker. Dazu kommt, dass die Chancen auf einen verkaufsoffenen Sonntag am Nikolausmarkt-Wochenende trotz erneut geänderter Rechtsgrundlage derzeit nicht gut stehen.

„Um den Hövelhofern und Gästen zu zeigen, dass der Nikolausmarkt trotz Pandemie in den Köpfen präsent ist, werden wir jetzt symbolhafte Aktionen wie beim Hövelmarkt Anfang Oktober konkret planen,“ ergänzt Hövelhofs Marketingchef Thomas Westhof. Schon jetzt steht fest, dass die Hövelhofer Krippe, ein unverzichtbarer Bestandteil beim Nikolausmarkt, in diesem Jahr samt ihrer Hütte in der Kulturscheune zu sehen sein wird. Wie in den Vorjahren werden Jagdschloss und Tourist-Info festlich illuminiert, und in den Fenstern werden die Schwibbögen zu sehen sein. Die im vergangenen Jahr eingeführte neue Weihnachtsbeleuchtung wird die gesamte Adventszeit über das Zentrum der Sennegemeinde in ein zauberhaftes Licht rücken.

Die traditionell besonders zum Nikolausmarkt gestaltete Vorabendmesse in der Kath. Pfarrkirche am Samstag, 5. Dezember, soll unter den Corona-Auflagen ebenfalls stattfinden. Wie bereits zum eigentlichen Hövelmarkt-Wochenende denkt die Kolpingsfamilie Hövelhof wieder über einen Waffelstand nach, wo die beliebten Waffeln vornehmlich für den „Außer-Haus-Verkauf“ angeboten werden. Genaue Infos über alle angestrebten Aktionen, die natürlich immer unter Vorbehalt dann geltenden Corona-Richtlinien stehen, sollen Anfang Dezember bekanntgegebenen werden.

„Wir versuchen in diesen schwierigen Zeiten durch diese Aktionen gemeinsam mit unseren Partnern ein wenig adventliche Stimmung zu zaubern, gern auch für einen Spaziergang im Schlossgarten. Der Glühwein-Genuss muss dann in diesem Jahr ausnahmsweise im kleinen privaten Familienkreis stattfinden.“, so die Verantwortlichen des Verkehrsvereins abschließend.

Reduzierte Standgelder zum Hövelmarkt 2021

Um ein Zeichen zu setzen, hat der Verkehrsverein beschlossen, im kommenden Jahr die Standgebühren für die hauptberuflichen traditionellen Schausteller und Karussellbetreiber, die seit Monaten keine Einnahmen haben, für den Hövelmarkt 2021 auf dem Stand von 2020 zu belassen und zusätzlich noch zu halbieren. „Wir wollen ein Signal setzen, dass wir treu zu unseren Schaustellern stehen“, sagt Thomas Westhof, Marketingchef der Sennegemeinde und Vorstandsmitglied im Verkehrsverein. Dessen Vorsitzender Hubert Böddeker ergänzt: „Nur aus Vereinsmitteln wäre uns das nicht möglich. Diesen Schritt können wir nur dank der großartigen Unterstützung durch unsere Sponsoren gehen“.

Die Sponsoren

Sponsoren